Klinik und Poliklinik für Urologie des Universitätsklinikums Leipzig
 Universitätsmedizin Leipzig

Perkutane Nephrolitholapaxie (PNL)

PNL Plus Symbol

Ein weiterer Therapiewandel hat sich auch bei der offenen Steinoperation ergeben. Größer Steine werden heute durch die Perkutane Nephrolitholapaxie (PNL) entfernt. Das Prinzip besteht in der endoskopischen Steinentfernung aus der Niere nach perkutaner Punktion des Nierenhohlraumsystems und Dilatation des Punktionskanals.

Die Steinzertrümmerung (Lithotripsie) erfolgt anschließend durch Ultraschall-Lithotripsie oder elektrohydraulisch mit sofortiger Absaugung der Steinfragmente aus der Niere. Die Indikation zur PNL ergibt sich aus der Steingröße (Steine > 2,5 cm Durchmesser oder multiple Steine mit einem Steinvolumen > 5 ccm) sowie für Steine, die aus bereits erwähnten Gründen für die ESWL nicht geeignet sind. Die Schwere des operativen Eingriffes ist bei der PNL zwar geringer einzuschätzen als bei einer offenen Operation, dafür aber sehr von der Erfahrung des Operateurs abhängig.

Komplikationen sind massive Blutungen, Verletzungen des Nierenhohlraumsystems oder Spülwassereinschwemmung. Die PNL als endoskopischer operativer Eingriff kann nur in Bauchlagerung erfolgen und ist daher nicht für alle Patienten gleichermaßen geeignet.

 
Letzte Änderung: 15.02.2015, 19:47 Uhr
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